MyoYin Yoga: 5 Gründe, warum sich die Praxis lohnt
Inhaltsverzeichnis
Dass Dehnung wichtig ist, weißt du.
Und dass sie dir aller Wahrscheinlichkeit nach helfen würde bei deinen Verspannungen oder Steifigkeit, sowieso.
Wenn du dich trotzdem nur schwer dazu motivieren kannst, weil du Dehnung…
als unangenehm empfindest
als äußerst mühselig und frustrierend wahrnimmst, und kaum Fortschritte erlebst
furchtbar langweilig findest
… dann ist nichts mit dir verkehrt, sondern möglicherweise mit dem Ansatz, den du nutzt. Dann ist es an der Zeit, etwas Neues auszuprobieren.
Meine Empfehlung in diesem Fall lautet: MyoYin Yoga. Die geniale Kombination von sanfter Dehnung mit verschiedenen Techniken der Faszienmassage kann nämlich wahre Wunder wirken.
Was die Praxis so wirkungsvoll macht, und warum sie sich insbesondere fürDehnungsmuffel, Ungeduldige und Genießerinnen eignet, erkläre ich dir im Folgenden.
1. Dehnung gibt’s auch in angenehm
Der springende Punkt für gesunde Dinge, die Regelmäßigkeit erfordern, ist folgender:
Du machst sie nur, wenn sie dir (zumindest ein bisschen) angenehm sind und Spaß machen. Ansonsten gewinnt langfristig immer der innere Widerstand.
Dehnung muss und sollte keine Quälerei sein.
Die Intensität entsteht im MyoYin Yoga nicht durch die Stärke des Dehnungszugs, sondern durch die Zeit des Verweilens in der Dehnung. Das ist gleich aus drei Gründen sinnvoll:
1) Verklebte Faszien sind eine häufige Ursache für Bewegungseinschränkungen, Steifigkeit und schmerzhafte Verspannungen. Wichtig zu wissen ist: Fasziengewebe ist zäh. Damit eine Dehnung wirklich bei deinen Faszien ankommt, braucht sie ausreichend Zeit zum Wirken (3 Minuten oder länger). Damit diese Zeit sich nicht wie eine Ewigkeit anfühlt, dehnst du auf sanfte und angenehme Weise, ohne „Aua!“ und Schnappatmung. Diese Herangehensweise kann DEN Unterschied machen, wenn deine bisherige Dehnung nicht den gewünschten Erfolg bringt.
2) Zu doll dehnen ist nicht nur unangenehm und potentiell schädlich, sondern vor allem nicht besonders zielführend: Zum Schutz vor Verletzung hält dein Körper nämlich gegen. Im schlechtesten Fall erzeugst du noch mehr Anspannung, anstatt die bereits vorhandene zu lösen. Wesentlich effektiver ist es, deinen Körper freundlich und geduldig zum Entspannen einzuladen mit einer bewusst sanften Dehnung – und diese bei Bedarf nach und nach zu verstärken.
3) Ein verspannter Körper ist ein stagnierter Körper und daher weniger gut anpassungsfähig. Zu viel Zug oder Druck auf einmal kann sich nicht verteilen, und behindert mehr als er nutzt. Je verspannter du bist, desto sanfter sollte daher deine Dehnung sein. Kleine Impulse haben hier die größere Wirkung und tragen dazu bei, dass sich das Ganze Stück für Stück lösen kann. In meinen Kursen zeige ich deswegen für jede Dehnung immer verschiedene Varianten. So kannst du ausprobieren und nach Gefühl entscheiden, was ein gutes Maß ist.
Zu früh zu intensiv zu dehnen liegt meist in einer gewissen Ungeduld begründet. Schließlich möchtest du nicht noch länger mit diesem steifen Nacken oder den Rückenschmerzen herumlaufen! Wenn du ungeduldig bist, lautet meine Empfehlung: Nicht doller, sondern öfter dehnen…
Und: Zusätzlich Faszienmassage nutzen!
Das bringt uns zum nächsten Punkt:
2. Die Vorteile einer Eigenmassage
Dass Faszienpflege wichtig ist, hat sich mittlerweile herumgesprochen. Überall gibt es Bälle, Rollen und anderes „Werkzeug“ zu kaufen, mit dem du deine Faszien geschmeidig massieren kannst. Nutzt du diese Methoden bereits? Wenn nicht: Probiere es unbedingt mal aus.
Faszienmassage ist insbesondere zu empfehlen, wenn du Verspannungen gezielt lockern und schmerzhafte Knoten nachhaltig auflösen möchtest. Für diese Fälle reicht Dehnung allein oft nicht aus.
Faszienmassage bewirkt oft sehr unmittelbar und direkt spürbar eine Veränderung. Ich nutze und unterrichte diese Techniken regelmäßig und bin trotzdem immer wieder erstaunt und begeistert, wie schnell sie ein Gefühl von Entspannung oder mehr Bewegungsfreiheit schenken können. Für einen nachhaltigen Effekt ist jedoch auch hier eine regelmäßige Praxis entscheidend.
Das Tolle an den meisten Faszienmassage-Techniken ist: Sie eignen sich bestens zum Selbermachen. Eine Eigenmassage hat viele Vorteile, insbesondere wenn es sich um eine Faszienmassage handelt, denn:
1) Du kannst selbst dosieren, was dir angenehm ist und wieviel du entspannt aushalten kannst. Im MyoYin Yoga lernst du, wie du mehr oder weniger Intensität für deine Massage erzeugen kannst, durch den Einsatz unterschiedlicher Hilfsmittel und eine geschickte Positionierung derselben.
2) Du kannst selbst die passende Technik wählen: Rollen ist nicht immer die beste Wahl. Manchmal ist statischer Druck am angenehmsten oder effizientesten. Manchmal Druck, während du die Muskulatur unter dem Ball abwechselnd an- und entspannst, oder dehnst. Im MyoYin Yoga lernst du 9 verschiedene Möglichkeiten kennen, einen Faszienball zu benutzen, sowie Massagetechniken mit anderen Hilfsmitteln und deinen Händen.
3) Du lernst deinen Körper besser kennen. Mit Sicherheit wird Eigenmassage dir die eine oder andere überraschende Entdeckung bescheren. Oft gehören dazu schmerzhafte Punkte und Verspannungen, von denen du vorher überhaupt nichts geahnt hast. Diese aufzuspüren lohnt sich sehr, denn erst wenn dir Dinge bewusst sind, kannst du dich um sie kümmern – und im besten Fall dafür sorgen, dass du sie nicht weiter mit dir herumschleppst.
4) Du brauchst keinen Massagetermin und keinen Masseur. Du kannst dir jederzeit selbst eine Massage schenken, wenn du eine brauchst. Mit den Techniken, die du im MyoYin Yoga lernst, kannst du deinen gesamten Körper massieren – und erreichst endlich auch schwer zugängliche Stellen selbst. Ein weiterer Vorteil: Alle Techniken lassen sich ohne große körperliche Anstrengung anwenden, sondern nutzen geschickt dein Körpergewicht und die Schwerkraft aus.
3. Traumhafte Kombination:
Dehnung + Massage = eine wahre Wohltat
Dehnung und Massage sind ein richtiges Traumpaar.
Die Kombination der beiden Methoden im MyoYin Yoga erlaubt dir, auf verschiedene Weisen gleichzeitig anzusetzen. Das kann den Zugang zu Dehnung und die Bearbeitung von schmerzhaften Verspannungen erheblicherleichtern.
Ein positiver Nebeneffekt: Wenn dir Yin Yoga zu ruhig ist, Dehnung dich langweilt und du gerne etwas währenddessen „zu tun“ hast, holt dich die Massagekomponente der Praxis gut ab.
Im MyoYin Yoga lernst du, wie du Dehnung und Massage für einzelne Körperbereiche sinnvoll miteinander kombinieren kannst:
Erst Massage, dann Dehnung:
Die Massage bereitet deinen Körper auf die anschließende Dehnung vor: Das Gewebe ist bereits schön durchblutet, wärmer und weicher, wenn du in die Dehnung gehst, wodurch diese oft leichter fällt, sich angenehmer anfühlt, und du möglicherweise auch tiefer in die Dehnung kommst. Zudem kann der entspannende Effekt deiner Faszienmassage nachhaltiger wirken durch die anschließende Dehnung./besser nachwirken
Erst Dehnung, dann Massage:
Durch die Dehnung wird das Gewebe gelockert und besser durchblutet und befeuchtet, sodass die folgende Massage oft deutlich angenehmer ausfällt. Diese Herangehensweise ist daher vor allem bei schmerzhaften Verspannungen und Triggerpunkten zu empfehlen.
Dehnung und Massage zugleich:
Mit dieser Variante kommst du gut an versteckt liegende Verspannungen, beispielsweise unter den Schulterblättern, tiefliegende Gesäßmuskulatur, Zwerchfell,… Es ist außerdem möglich, mehrere Körperbereiche gleichzeitig zu bearbeiten, z.B. Dehnung für deinen Rücken und Ballmassage für Po oder Beine – super, um möglichst viel in kurzer Zeit unterzubringen.
4. Loslassen (lernen)
Im MyoYin Yoga geht es ums Loslassen: sowohl von körperlichen Verspannungen als auch festen Plänen und einer ergebnisorientierten Denkweise.
Entspannung lässt sich nicht erzwingen. Mit deiner MyoYin Yogapraxis schaffst du zwar günstige Bedingungen dafür, indem du sanft dehnst, auf angenehme Weise massierst, und dir ganz in Ruhe Zeit für dich nimmst - aber wann und in welchem Ausmaß eine Verspannung sich löst, hängt von vielen Faktoren ab, und entzieht sich deiner Kontrolle.
Vielleicht lässt in der ersten Minute der Dehnung etwas los, vielleicht erst in der fünften, vielleicht heute auch gar nicht, sondern erst in einer Woche oder drei Monaten.
MyoYin Yoga hilft dir, Ruhe, Geduld und Gelassenheit zu kultivieren, und dir selbst keinen Druck oder Stress mit deiner Praxis zu machen. Natürliche und gesunde Veränderungen geschehen langsam, in kleinen Schritten und im Tempo deines Körpers. Darauf gilt es sich einzulassen.
Ungeduld erzeugt auf mentaler Ebene Anspannung, und behindert damit das Entspannen auf körperlicher Ebene. Deine innere Haltung ist deswegen genauso wichtig wie die Art und Weise der körperlichen Praxis.
Aus dem Dao De Dsching stammt folgendes Zitat: „Tu dein Werk, tritt dann zurück – der einzige Weg zu Gelassenheit.“ In die Praxis des MyoYin Yoga übersetzt bedeutet das: Nimm dir regelmäßig Zeit für deine Praxis, und überlass es deinem Körper, was er daraus macht.
Statt zu versuchen eine bestimmte Veränderung zu erzwingen oder auf ein bestimmtes Ergebnis fixiert zu sein (DIESE Verspannung soll sich JETZT lösen!!!), lohnt es sich, neugierig und offen zu bleiben. Oftmals beschenkt dich die Praxis mit Dingen, die du nicht geplant und nicht erwartet hast – die aber nicht minder wertvoll sind.
Vielleicht wirst du nicht super beweglich, aber fühlst dich in deinen Bewegungen insgesamt leichter und lockerer. Vielleicht bleibt diese eine Stelle zwischen den Schulterblättern eine Baustelle, aber du weißt viel besser, wie du dir selbst helfen kannst, damit es gar nicht erst wieder richtig schlimm wird.
5. Achtsamkeit oder: Das Yoga am MyoYin Yoga
MyoYin Yoga ist mehr als einfach nur Dehnung mit Faszienmassage. Das ist nur die körperliche Seite der Praxis. MyoYin Yoga ist Yoga, und das Herz einer jeden Yogapraxis ist Achtsamkeit.
Achtsamkeit bedeutet, deine Aufmerksamkeit bewusst zu platzieren – und zwar im Hier und Jetzt. Zu fühlen, was gerade an körperlichen und anderen Empfindungen da ist. Und konsequent beim Fühlen und Beobachten zu bleiben, anstatt ins Denken, Analysieren und Bewerten abzugleiten.
Es ist völlig normal, dass du in deiner MyoYin Yogapraxis angenehmes und weniger angenehmes fühlst – genauso wie im restlichen Leben auch. Der erste Impuls ist oft, das weniger angenehme als „schlecht“ zu bewerten, wegzuschieben, abzulehnen, dagegen anzukämpfen oder zu versuchen, es zu ignorieren und sich davon abzulenken.
Diese „Flucht“ nimmt dir jedoch die Möglichkeit, damit zu arbeiten.
Wenn du durch deine Praxis einen schmerzhaften Punkt oder eine verspannte Stelle entdeckst, ist das im ersten Moment vielleicht weniger erfreulich. Diese Entdeckung versetzt dich jedoch überhaupt erst in die Lage, dich darum zu kümmern und dafür zu sorgen, dass aus einer kleinen Stelle nicht unbemerkt eine größere Baustelle wird – die sich meist viel schwerer wieder auflösen lässt.
Eine Verspannung ist nicht per se schlecht. Eine Verspannung ist in erster Linie NORMAL. Es ist nicht die erste, und wird auch nicht die letzte sein in deinem Leben. Du brauchst sie nicht persönlich nehmen. Sie kommt, sie bleibt eine Weile, sie wird auch wieder gehen.
Alles wandelt sich permanent: Die Jahreszeiten, das Wetter, dein eigener Körper, deine emotionale Stimmung, … Deswegen darf sich auch deine Praxis wandeln: Was und wie du dehnst und massierst. Und vor allem wie sich deine Praxis anfühlt. Mal richtig leicht, mal zäh. Mal super entspannend, mal herausfordernd. Mal interessant, mal routiniert.
Das ist das Schöne: Es wird nicht langweilig! Achtsamkeit holt dich immer wieder zurück in den Moment. Es geht nicht um ein Vergleichen („Letztes Mal ging das aber besser!“) oder krampfhaftes Aufrechterhalten eines gleichbleibenden Zustandes. Leben ist Veränderung. Für Gesundheit und Wohlbefinden dürfen und müssen die Dinge in Bewegung sein.
Mit deiner MyoYin Yogapraxis bist du daher nie „fertig“. Deine Faszien geschmeidig zu erhalten als Grundlage für Wohlbefinden bleibt ein Leben lang eine Aufgabe. Diese Erkenntnis kann eine innere Gelassenheit mit sich bringen: Wenn du nie fertig bist, brauchst du dich auch nicht beeilen.
Es geht ums unterwegs sein und ums Dranbleiben. Darum, dich gut um dich zu kümmern und deinem Körper immer wieder aufs Neue in die Entspannung und Geschmeidigkeit zu helfen.
Der Weg ist das Ziel, und deine Wegbegleiterin ist deine Praxis.
Fazit
Mit der Herangehensweise und den Werkzeugen aus dem MyoYin Yoga können Dehnung und Faszienmassage zum gesunden Genuss werden. Das ist die beste Voraussetzung, um dir regelmäßig Zeit für deine Praxis zu nehmen, denn: Nur bei regelmäßiger Anwendung kann sie ihre Wirkung voll entfalten.
Viele meine Kursteilnehmer*innen erleben durch MyoYin Yoga eine verbesserte Beweglichkeit sowie ein körperlich und geistig entspannteres und leichteres Gefühl, mit Wirkung weit hinein in den Alltag.
MyoYin Yoga gibt dir außerdem ein paar richtig nützliche Techniken für deinen persönlichen Gesundheitspflege- und Selbsthilfe-Koffer mit auf den Weg.
Wenn du Lust hast, das für dich auszuprobieren:
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